Simon Karim · NARM®-Therapeut · Psychotherapie nach HPG · Traumasensibles Coaching
Simon Karim ist NARM®-Therapeut, zertifizierter Coach und Heilpraktiker für Psychotherapie und begleitet seit über zehn Jahren Menschen bei Entwicklungs- und Bindungstrauma, Beziehungsmustern und Selbstkontakt, in Berlin-Mitte, Eberswalde und online. Seine Arbeit ist ganzheitlich, körperorientiert und tiefenpsychologisch fundiert. Einstieg ist ein kostenloses Klarheitsgespräch über 45 Minuten.
Hier findest du Antworten auf die Fragen, die mir am häufigsten gestellt werden, und auf viele, die sich Menschen stellen, bevor sie überhaupt den ersten Schritt wagen. Alles gilt gleichermaßen für Termine vor Ort und für Sitzungen per Video.
In Kontakt treten45 Minuten · per Zoom oder Telefon
FAQ
Springe direkt zu: Grundlegendes · NARM® · Trauma & Entwicklungstrauma · Körperorientierte Psychotherapie · Tiefenpsychologie & klientenzentrierte Psychotherapie · Psychotherapie, Heilpraktiker & Kosten · Beziehung & Bindung · People Pleasing, Selbstzweifel & innerer Kritiker · Eltern & Elterncoaching · Ablauf, Organisation & Grenzen · Methoden · Hilfe in akuten Krisen
Ich bin NARM®-Therapeut, zertifizierter Coach und Heilpraktiker für Psychotherapie, und mein wichtigstes Werkzeug ist eine ressourcenorientierte, tiefenpsychologisch fundierte und traumasensible Haltung. Methodisch arbeite ich dabei primär mit dem NeuroAffective Relational Model (NARM®) nach Dr. Laurence Heller, unterfüttert von Gestalttherapie, Körpertherapie, Achtsamkeitsarbeit sowie Ehrlichkeitsarbeit und Projektionsauflösung. Moderne Spiritualität prägt meine Arbeit nicht als Methode, sondern als innere Haltung, mit der ich Menschen begegne. Hypnose und NLP gehören ebenfalls zu meinen Ausbildungen, spielen in der Begleitung heute aber eine untergeordnete Rolle.
Ganzheitliche, körperorientierte Psychotherapie bezieht neben Gedanken und Gefühlen auch den Körper und das Nervensystem in die Arbeit ein, weil sich frühe Erfahrungen nicht nur als Überzeugungen, sondern auch in Atem, Haltung und Anspannung einprägen. In meiner Arbeit heißt das: Wir sprechen miteinander und nehmen dabei bewusst wahr, was sich in dir körperlich zeigt, ganz ohne Berührung.
Ich schaue mit dir nicht darauf, was mit dir nicht stimmt, sondern darauf, wie du einmal gelernt hast, dich zu schützen, und was heute möglich wird, wenn dieser Schutz nicht mehr jeden Moment gebraucht wird. Präsenz ist mir dabei wichtiger als Technik, und die Beziehung zwischen uns wichtiger als jede Methode.
Für Menschen, die schon viel verstanden, aber wenig verändert haben, die nach außen funktionieren und sich innerlich leer, angespannt oder abgeschnitten fühlen, und die spüren, dass Reden allein nicht mehr reicht. Viele haben bereits Therapie, Meditation oder Selbsterfahrung hinter sich und suchen nun eine tiefere, körperlich spürbare Integration.
Vor allem bei Beziehungs- und Bindungsthemen, Wut, Einsamkeit, Perfektionismus, einem starken inneren Kritiker, Selbstzweifeln, People Pleasing und Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen. Dazu kommen innere Unruhe, Erschöpfung, chronische Anspannung und das Gefühl, im eigenen Leben nicht wirklich anzukommen, oft mit Entwicklungs- oder Bindungstrauma im Hintergrund. Außerdem begleite ich Eltern, die merken, dass ihre eigene Geschichte im Umgang mit ihrem Kind wieder auftaucht.
Ich begleite auf Deutsch und auf Englisch, vor Ort in Berlin-Mitte und Eberswalde sowie online.
NARM®, das NeuroAffective Relational Model nach Dr. Laurence Heller, ist ein Ansatz für die Arbeit mit Entwicklungs- und Bindungstrauma, der Körperwahrnehmung, emotionale Präsenz und echten Kontakt miteinander verbindet. Statt der Frage „Was stimmt nicht mit mir?“ steht die Frage im Mittelpunkt, wie du einmal gelernt hast, dich zu schützen, und die Aufmerksamkeit richtet sich auf diese Anpassungsmuster des Nervensystems statt auf das Bekämpfen einzelner Symptome.
Klassisches Coaching ist meist zielorientiert, viele Gesprächstherapien schauen vor allem auf die Vergangenheit. NARM® richtet die Aufmerksamkeit auf das, was jetzt im Kontakt geschieht, und darauf, wie du mit dir selbst in Verbindung bleiben kannst, auch wenn es schwierig wird. Veränderung entsteht dabei nicht durch Optimierungsdruck, sondern weil sich das Nervensystem in einem sicheren Kontakt neu organisieren kann.
NARM® eignet sich besonders für Menschen mit Entwicklungs- und Bindungstrauma, also für alle, bei denen sich alte Muster wiederholen, obwohl sie die Ursachen längst verstehen. Auch Menschen mit viel Therapie- oder Selbsterfahrung finden in NARM® oft einen neuen Zugang, weil der Fokus auf dem gegenwärtigen Erleben und dem Körper liegt.
Eine Sitzung beginnt mit deiner Intention, also mit dem, was du dir für diese Zeit wirklich wünschst. Von dort aus erkunden wir, was sich in dir bewegt, wenn du dich diesem Wunsch zuwendest, wo Offenheit entsteht und wo der Kontakt abbricht, im Gespräch, im Körper und in der Beziehung zwischen uns.
Nein. NARM® arbeitet nicht mit dem Durchleuchten der Vergangenheit, sondern mit dem, was heute spürbar ist. Du entscheidest selbst, was du erzählst, und oft zeigt sich das Wesentliche ohnehin in der Art, wie du über etwas sprichst.
Adaptive Überlebensstrategien sind Muster, die du als Kind entwickelt hast, um in einer Umgebung zurechtzukommen, in der grundlegende Bedürfnisse nach Kontakt, Sicherheit oder Echtheit nicht verlässlich erfüllt wurden. Sie waren damals eine kluge Antwort auf das, was gefehlt hat, und können dir heute im Weg stehen, etwa als Rückzug, Überanpassung oder ständige Selbstkontrolle.
Emotionale Vervollständigung bedeutet, dass Gefühle, die früher keinen Raum hatten, in der Gegenwart gespürt und zu Ende erlebt werden dürfen, begleitet und im Tempo des Nervensystems. Das geschieht ohne dramatisches Durchleben alter Situationen, sondern im sicheren Kontakt im Hier und Jetzt.
NARM® baut auf gut erforschten Grundlagen auf, darunter Bindungsforschung, Objektbeziehungstheorie, tiefenpsychologisches Wissen und moderne Erkenntnisse über Nervensystem und Trauma. Die Forschung zu NARM® als eigenständigem Verfahren ist noch jung, und es ist kein Richtlinienverfahren der gesetzlichen Krankenkassen.
Ja. Online-Sitzungen per Video sind ebenso wirksam wie Termine vor Ort, weil die Arbeit auf Kontakt und Präsenz beruht und nicht auf räumlicher Nähe. Manche Menschen erleben die eigenen vier Wände sogar als sichereren Rahmen.
Das Wort Trauma stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet schlichtweg Wunde. Trauma ist nicht zwangsläufig das Ereignis selbst, sondern die innere Reaktion darauf und die individuelle Anpassung, die daraus entsteht, wenn das Nervensystem überfordert war.
Ein Schocktrauma entsteht durch ein einzelnes, überwältigendes Ereignis wie einen Unfall oder Überfall. Entwicklungs- und Bindungstrauma entsteht dagegen durch wiederholte, oft subtile Erfahrungen in frühen Beziehungen, wenn grundlegende Bedürfnisse über längere Zeit nicht erfüllt wurden. Meine Arbeit konzentriert sich auf Entwicklungs- und Bindungstrauma.
Aus Sicht von NARM® entsteht Entwicklungstrauma weniger durch das, was passiert ist, als durch das, was gefehlt hat, und durch die Anpassung daran. Um die Verbindung zu den wichtigsten Bezugspersonen zu sichern, trennen wir uns unbewusst von Teilen unserer Lebendigkeit, unserer Gefühle und Impulse. Diese Anpassung hat uns damals geschützt und zeigt sich später oft als innere Leere, Selbstkritik oder das Gefühl, nicht ganz man selbst zu sein.
Häufige Hinweise sind wiederkehrende Beziehungsmuster, ein strenger innerer Kritiker, chronische Anspannung ohne klare Ursache, emotionale Taubheit, starke Scham oder das Gefühl, sich ständig anpassen zu müssen. Das ist keine Diagnose, sondern eine Einladung, genauer hinzuschauen, und genau dafür ist das Klarheitsgespräch da.
Nein. Oft geht es nicht um ein einzelnes dramatisches Ereignis, sondern um viele kleine, sich wiederholende Erfahrungen, die zusammengenommen ein Muster geformt haben. Du musst nichts beweisen oder benennen können, um anzufangen.
Traumasensibel heißt, die Grenzen und das Tempo deines Nervensystems zu achten. Nichts wird forciert oder aufgerissen, was gerade keinen Halt hat, denn Sicherheit und Selbstbestimmung sind die Voraussetzung dafür, dass sich überhaupt etwas lösen kann.
Beide Begriffe werden oft ähnlich verwendet. Traumainformiert beschreibt eher das Verständnis, dass viele Muster aus früheren Erfahrungen stammen, traumasensibel eher die Art, wie gearbeitet wird: achtsam, im Tempo des Nervensystems und ohne Überforderung. In meiner Arbeit gehört beides zusammen.
Nicht zwangsläufig. Die Arbeit ist ressourcenorientiert und nicht regressiv: Wir arbeiten mit dem, was du als erwachsener Mensch heute schon mitbringst, und mit dem, wie frühe Erfahrungen jetzt in dir wirken.
Das „innere Kind“ behandeln wir nicht wie ein tatsächliches Kind, sondern als eine Dynamik in dir. So kannst du dich als ganzer Mensch erleben, statt dich in einzelne Teile aufzuspalten.
Nein, nicht im Sinne von Massage, Berührung oder Körperübungen. Körperorientiert heißt, dass wir im Gespräch mit einbeziehen, was du in deinem Körper wahrnimmst, etwa eine Enge im Brustraum, einen stockenden Atem oder Unruhe in den Beinen. Diese Signale sind Wegweiser, weil sie oft früher da sind als die Worte.
Nein. Meine Arbeit findet ohne jede körperliche Berührung statt, und du bleibst selbstverständlich bekleidet.
Weil frühe Beziehungserfahrungen sich nicht nur als Gedanken einprägen, sondern auch als Muster in Atem, Haltung und Muskeltonus, und diese Ebene erreicht man über Einsicht allein selten. Wenn du dein Muster längst verstehst und es sich trotzdem nicht ändert, braucht dein Nervensystem meist eine neue Erfahrung statt einer weiteren Erklärung.
Das ist völlig in Ordnung und kommt häufig vor, gerade bei Menschen, die gelernt haben, sich vom eigenen Spüren fernzuhalten, weil es einmal zu viel war. Wir gehen nur so weit, wie sich dein Nervensystem sicher fühlt, und du entscheidest in jedem Moment mit.
Dein autonomes Nervensystem entscheidet oft, bevor du es bemerkst, ob du offen in Kontakt gehen kannst oder ob alte Schutzstrategien wie Anspannung, Rückzug oder Übererregung anspringen. Viele Beschwerden wie innere Unruhe, Erschöpfung oder emotionale Taubheit sind Ausdruck dieser Schutzreaktionen und keine persönlichen Schwächen.
Nervensystemfreundlich heißt, dass sich das Tempo der Arbeit an dem orientiert, was dein Nervensystem gerade tragen kann. Ein Nervensystem lässt sich nicht mit einer Technik überlisten, es beruhigt sich dort, wo genug Sicherheit und echter Kontakt spürbar werden.
Co-Regulation bedeutet, dass sich ein Nervensystem im Kontakt mit einem anderen, ruhigeren Nervensystem mitreguliert. In der Begleitung ist diese Erfahrung ein wichtiger Teil der Arbeit, und sie hilft dir später auch dabei, allein wieder zur Ruhe zu finden.
Die Polyvagal-Theorie nach Stephen Porges ist eines der Modelle, die mein Verständnis des Nervensystems prägen, etwa die Unterscheidung zwischen Zuständen von Sicherheit, Kampf-oder-Flucht und Erstarrung. Sie ist für mich eine Verständnishilfe und kein eigenes Verfahren.
Tiefenpsychologisch fundiert bedeutet, dass die Arbeit davon ausgeht, dass vieles in unserem Erleben und Verhalten von unbewussten Mustern geprägt ist, die aus frühen Beziehungserfahrungen stammen, und dass sich diese Muster im Hier und Jetzt zeigen und verändern lassen.
Die Wurzeln liegen in der Psychoanalyse Sigmund Freuds, die von C. G. Jung, Alfred Adler und Karen Horney weitergeführt und später durch die Objektbeziehungstheorie, etwa von Wilfred Bion und Otto Kernberg, sowie durch die Bindungsforschung von John Bowlby entscheidend erweitert wurde. Ein zentraler Begriff ist dabei die Psychodynamik, also das Zusammenspiel innerer Kräfte wie Bedürfnisse, Ängste und Abwehr, das sich besonders dann zeigt, wenn wir in Beziehung gehen.
Das NeuroAffective Relational Model (NARM®) von Dr. Laurence Heller baut auf diesem Fundament auf und verbindet es mit dem Wissen über Körper und Nervensystem.
Hinweis: „Tiefenpsychologisch fundiert“ beschreibt hier die Haltung und das Verständnis, auf dem meine Arbeit beruht. Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie als Richtlinienverfahren der gesetzlichen Krankenkassen ist davon zu unterscheiden.
Die Psychoanalyse nach Freud ist das Ursprungsverfahren: meist hochfrequent, oft im Liegen und über lange Zeiträume. Tiefenpsychologie ist der Oberbegriff für alle Ansätze, die mit dem Unbewussten arbeiten, und tiefenpsychologisch fundierte Verfahren sind in der Regel kürzer, im Sitzen und stärker auf aktuelle Themen bezogen.
Die klientenzentrierte oder personenzentrierte Psychotherapie nach Carl Rogers geht davon aus, dass jeder Mensch eine eigene Tendenz zu Wachstum in sich trägt, die sich entfaltet, wenn er Empathie, Echtheit und bedingungslose Wertschätzung erfährt. Diese drei Grundhaltungen prägen meine Arbeit in jeder Sitzung.
Gestalttherapie ist ein humanistischer Ansatz, der den Kontakt im Hier und Jetzt in den Mittelpunkt stellt, also die Frage, was gerade zwischen uns lebendig ist. Unerledigtes, also Gefühle oder Situationen, die innerlich nie abgeschlossen wurden, bekommt dabei Raum, um doch noch zu Ende erlebt zu werden.
Wilhelm Reich ging davon aus, dass sich seelische Abwehr nicht nur im Verhalten, sondern auch in Haltung, Atmung und Muskeltonus zeigt, gewissermaßen als ein Panzer, der einst geschützt hat. Dieses analytische Verständnis fließt in meine Arbeit ein, ohne dass Körperübungen oder Berührung Teil der Methode sind.
Projektionsauflösung bedeutet, zu erkennen, wo wir eigene, nicht gelebte Anteile oder alte Beziehungserfahrungen auf andere Menschen übertragen, und diese Anteile wieder zu uns zurückzunehmen. Das verändert oft spürbar, wie wir Beziehungen erleben, weil wir andere wieder klarer sehen können.
Ein Heilpraktiker für Psychotherapie hat eine Überprüfung beim Gesundheitsamt bestanden und besitzt damit die Erlaubnis nach § 1 Heilpraktikergesetz (HPG), eigenverantwortlich psychotherapeutisch tätig zu sein. Diese Erlaubnis ist keine Approbation, berechtigt nicht zum Titel „Psychotherapeut“ nach dem Psychotherapeutengesetz und nicht zur Abrechnung über die gesetzliche Krankenkasse.
Psychologische Psychotherapeut:innen sind approbiert und können mit der Krankenkasse abrechnen. Psycholog:innen haben Psychologie studiert, sind aber ohne Approbation nicht automatisch zur Psychotherapie berechtigt. Heilpraktiker für Psychotherapie dürfen mit der Erlaubnis nach § 1 HPG psychotherapeutisch arbeiten, als Privatleistung und mit freier Methodenwahl.
Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz ist psychotherapeutische Heilkunde, die ein Heilpraktiker für Psychotherapie mit geprüfter Erlaubnis nach § 1 HPG ausübt, ohne Approbation und ohne Kassenzulassung. Das bedeutet für dich: kein Diagnosezwang, keine Wartezeit und eine Methode, die Körper und Nervensystem mit einbeziehen darf.
Richtlinienpsychotherapie ist an eine Approbation gebunden, setzt eine Diagnose voraus und läuft in festen Stundenkontingenten mit Antrag bei der Krankenkasse. Meine Arbeit kommt ohne Diagnose, ohne Kontingent und ohne Wartezeit aus, dafür als Privatleistung, und verbindet ein tiefenpsychologisches Verständnis mit NARM®, Körperarbeit und Nervensystem, was im Richtlinienverfahren so nicht vorgesehen ist.
Coaching richtet sich meist auf konkrete Ziele und Veränderungen im Alltag, Therapie auf seelische Belastungen und deren Hintergründe. In meiner Arbeit fließt beides zusammen: Als Heilpraktiker für Psychotherapie darf ich therapeutisch arbeiten, und viele Menschen kommen mit einem Anliegen, das zwischen beidem liegt.
Psychologische Beratung ist eine Begleitung bei belastenden Lebensthemen, ohne Diagnose und ohne Wartezeit. Der Begriff ist rechtlich nicht geschützt, und was sich dahinter verbirgt, reicht von allgemeiner Lebensberatung bis zu tiefgehender, körperorientierter Arbeit.
Nein, weder das eine noch das andere. Es reicht, dass du etwas an deiner Situation verändern möchtest.
Gesetzliche Krankenkassen dürfen Heilpraktikerleistungen nicht erstatten. Ich stelle Rechnungen nach der Gebührenverordnung für Heilpraktiker (GebüH) aus, und private Krankenversicherungen oder Zusatzversicherungen übernehmen je nach Tarif anteilig. Alle Konditionen bespreche ich mit dir persönlich im Klarheitsgespräch.
Unter bestimmten Voraussetzungen lassen sich die Kosten als außergewöhnliche Belastung geltend machen, bei beruflichem Bezug teils auch als Werbungskosten. Ob das in deinem Fall möglich ist, klärst du am besten mit deiner Steuerberatung.
Wenn du die Sitzungen selbst zahlst, wird nichts an eine Krankenkasse gemeldet. Wenn du Rechnungen bei einer privaten Krankenversicherung einreichen möchtest, ist darauf in der Regel eine Diagnose vermerkt. Das besprechen wir vorab offen, gerade wenn es für dich zum Beispiel wegen einer Verbeamtung oder einer Berufsunfähigkeitsversicherung wichtig ist.
Die Konditionen bespreche ich persönlich mit dir im kostenlosen Klarheitsgespräch, weil sie davon abhängen, welcher Rahmen zu dir passt. Wenn Einzelsitzungen für dich finanziell gerade schwierig sind, sprich mich bitte offen darauf an, wir finden gemeinsam eine Lösung.
Ja, Beziehung ist einer meiner Schwerpunkte. Wenn du in Beziehungen immer wieder an denselben Punkt gerätst, dich klammerst oder zurückziehst, mehr gibst als du bekommst oder Nähe zugleich ersehnst und fürchtest, dann hat dein Nervensystem meist früh gelernt, wie Beziehung geht, und genau das lässt sich traumasensibel verändern.
Oft fühlt sich das Vertraute sicherer an als das Gesunde, auch wenn es wehtut, weil es alten Beziehungserfahrungen ähnelt. In der Begleitung schauen wir darauf, welche Dynamik sich wiederholt und was in dir geschieht, wenn jemand dir wirklich nahe kommt.
Bindungsangst beschreibt das Muster, sich nach Nähe zu sehnen und sich gleichzeitig zurückzuziehen, sobald eine Beziehung verbindlicher wird. Sie ist keine Charakterschwäche, sondern häufig eine Schutzstrategie aus frühen Bindungserfahrungen, die sich im Kontakt verändern kann.
Ja, sehr gern. Wut ist eine gesunde Kraft, die Grenzen schützt, und wird oft erst dann zum Problem, wenn sie lange unterdrückt wurde oder unkontrolliert herausbricht. Wir schauen gemeinsam, wie du wieder in einen gesunden Kontakt mit deiner Wut kommst.
Viele Menschen leben abgeschnitten von ihrem Körpergefühl und ihrer emotionalen Lebendigkeit. Wenn diese Verbindung zurückkehrt, entsteht mehr Ruhe, Verbundenheit und Selbstvertrauen, und das verändert von innen heraus, wie du Beziehungen, Arbeit und dein Leben gestaltest.
Weil viele Verletzungen in Beziehung entstanden sind und sich auch in Beziehung wieder lösen können. Die Beziehung zwischen uns ist ein sicherer Raum, in dem alte Schutzstrategien sichtbar werden und nach und nach überflüssig werden dürfen.
Ja. Einsamkeit hat oft weniger mit der Anzahl der Menschen um dich herum zu tun als mit dem Gefühl, wirklich gesehen zu werden. Wir schauen darauf, was echtem Kontakt im Weg steht, zu anderen und zu dir selbst.
People Pleasing ist das Muster, es anderen ständig recht machen zu wollen und die eigenen Bedürfnisse, Grenzen und Meinungen dafür zurückzustellen, oft ohne es selbst zu bemerken. Nach außen wirkt das hilfsbereit und harmonisch, innen entsteht dabei häufig Erschöpfung, stiller Groll und das Gefühl, sich selbst zu verlieren.
People Pleasing entsteht meist früh, in einer Umgebung, in der Anpassung sicherer war als eigene Wünsche oder ein Nein. Wer als Kind gelernt hat, dass Zuwendung an Wohlverhalten geknüpft ist oder dass Konflikte bedrohlich sind, entwickelt eine feine Antenne für die Bedürfnisse anderer und verliert dabei den Kontakt zu den eigenen.
People Pleasing kann eine Überlebensstrategie sein, die in der Traumaforschung auch als Anpassungs- oder Unterwerfungsreaktion beschrieben wird, im Englischen als Fawn-Reaktion. Neben Kampf, Flucht und Erstarrung ist sie ein Weg des Nervensystems, Sicherheit herzustellen, indem es Konflikte vermeidet und das Gegenüber beschwichtigt.
Typische Anzeichen sind: Du sagst Ja, obwohl du Nein meinst, entschuldigst dich häufig, fühlst dich für die Stimmung anderer verantwortlich, kannst Kritik schwer aushalten und weißt in Momenten, in denen du gefragt wirst, was du willst, oft keine Antwort. Häufig folgt auf zu viel Anpassung Erschöpfung oder ein plötzlicher Rückzug.
Weil ein Nein für dein Nervensystem oft mit einer alten Erfahrung verknüpft ist, dass Abgrenzung Liebe oder Zugehörigkeit kostet. Der Körper reagiert dann mit Anspannung oder Angst, lange bevor du bewusst entscheiden kannst, und genau an dieser Stelle setzt die traumasensible Arbeit an.
Ja. Schwierigkeiten mit Grenzen und People Pleasing haben meist damit zu tun, dass Anpassung früher sicherer war als ein Nein. In der Begleitung wird spürbar, was in dir passiert, wenn du dich abgrenzen willst, und daraus entsteht nach und nach mehr innere Erlaubnis.
Ja, allerdings nicht durch Willenskraft oder Durchsetzungstraining allein, weil das Muster eine Schutzfunktion hat. Wenn spürbar wird, wovor es dich schützt, und du im sicheren Kontakt erlebst, dass ein eigenes Bedürfnis nicht zum Beziehungsabbruch führt, entsteht nach und nach mehr innere Freiheit.
In Beziehungen zeigt sich People Pleasing oft darin, dass du mehr gibst als du bekommst, Konflikte vermeidest, eigene Wünsche gar nicht erst äußerst und dich irgendwann unsichtbar fühlst. Häufig zieht dieses Muster Partner:innen an, die viel nehmen, und die Unzufriedenheit wächst still, bis sie irgendwann plötzlich hervorbricht.
Selbstzweifel sind das wiederkehrende Gefühl, nicht gut genug, nicht kompetent genug oder nicht richtig zu sein, oft unabhängig davon, was du tatsächlich erreicht hast. Sie haben ihre Wurzeln häufig in frühen Erfahrungen, in denen du dich nicht bedingungslos angenommen gefühlt hast, und leben heute als innere Stimme weiter.
Positives Denken allein hilft selten, weil Selbstzweifel tiefer sitzen als Gedanken. Hilfreicher ist es, zu verstehen, in welchen Momenten sie auftauchen, was sich dabei im Körper zeigt und wovor sie dich einmal schützen sollten, denn dort, wo das gesehen wird, verlieren sie oft an Macht.
Ja, das ist sehr verbreitet und wird manchmal als Hochstapler-Syndrom oder Impostor-Phänomen beschrieben: das Gefühl, den eigenen Erfolg nicht verdient zu haben und jederzeit aufzufliegen. Äußere Erfolge ändern daran wenig, weil der Zweifel nicht aus der Leistung kommt, sondern aus einem tief verankerten Selbstbild.
Härte gegen sich selbst ist oft eine verinnerlichte Stimme aus früheren Beziehungen oder ein Versuch, Kritik von außen zuvorzukommen, bevor sie wehtun kann. Sie hat also einmal eine Schutzfunktion erfüllt, und genau deshalb lässt sie sich nicht einfach abstellen, wohl aber verstehen und verändern.
Statt den inneren Kritiker zu bekämpfen, schauen wir darauf, wovor er dich einmal schützen wollte und wann er besonders laut wird. Oft verliert er an Macht, wenn das Bedürfnis dahinter gesehen wird, und du kannst dir selbst wieder freundlicher begegnen.
Selbstkritik und Scham sind oft Überbleibsel früher Beziehungsstrategien: Wir versuchen, Zugehörigkeit zu sichern, indem wir uns selbst abwerten. Wenn Bewusstsein und Mitgefühl in diesen inneren Konflikt kommen, wird spürbar, dass das, was uns heute hemmt, einmal unser Schutz war.
Oft ja. Perfektionismus ist häufig ein Versuch, Selbstzweifel zu beruhigen, indem alles fehlerfrei sein muss, damit niemand, auch du selbst nicht, etwas zu kritisieren findet. Weil dieser Zustand nie erreicht wird, verstärkt Perfektionismus die Zweifel am Ende eher, als dass er sie löst.
Ein stabiler Selbstwert entsteht weniger durch Leistung oder Bestätigung von außen als durch die Erfahrung, dass du so, wie du bist, in Ordnung bist, auch mit deinen Schwächen. In der Begleitung wird diese Erfahrung im Kontakt spürbar, und das verändert mit der Zeit, wie du mit dir selbst sprichst.
Traumasensibles Elterncoaching ist eine Begleitung für Mütter und Väter, die nicht beim Verhalten des Kindes ansetzt, sondern bei den eigenen Reaktionen, Triggern und der eigenen Geschichte. Es geht darum zu verstehen, warum bestimmte Situationen mit dem Kind dich so stark aus der Mitte bringen, und wie du wieder in einen ruhigeren, verbundenen Kontakt findest.
Ja, Eltern begleite ich bereits im Rahmen der Einzelbegleitung, vor Ort in Berlin-Mitte und Eberswalde sowie online, und ein eigenes Angebot für traumasensibles Elterncoaching baue ich gerade auf. Die Grundlage ist dieselbe wie in meiner übrigen Arbeit: NARM®, Körper- und Nervensystemarbeit und ein tiefenpsychologisches Verständnis.
Elterncoaching ist sinnvoll, wenn du dich als Mutter oder Vater häufig überfordert, gereizt oder hilflos fühlst, wenn Streit und Machtkämpfe den Alltag bestimmen, oder wenn du merkst, dass du anders reagierst, als du es dir eigentlich vorgenommen hast. Du musst nicht erst in einer Krise sein, um dir Unterstützung zu holen.
Zuerst: Das passiert sehr vielen Eltern, und es macht dich nicht zu einer schlechten Mutter oder einem schlechten Vater. Schreien ist meist ein Zeichen, dass dein eigenes Nervensystem überlastet ist. Hilfreich ist eine ehrliche Entschuldigung beim Kind, und langfristig der Blick darauf, in welchen Momenten dir das passiert und was dich dort so stark aktiviert.
Kinder berühren oft genau die Stellen in uns, die in unserer eigenen Kindheit verletzt wurden, etwa wenn wir selbst nicht wütend sein durften oder wenig Halt erlebt haben. Dann reagiert nicht der erwachsene Teil in dir, sondern ein altes Schutzmuster, und das geschieht schneller, als du bewusst gegensteuern kannst.
Ruhig bleiben gelingt leichter, wenn du dein eigenes Nervensystem kennst und frühe Anzeichen deiner Anspannung wahrnimmst, bevor sie überkocht. Kinder können sich in starken Gefühlen noch nicht selbst regulieren, sie brauchen dafür ein ruhigeres Gegenüber, und genau diese Fähigkeit zur Co-Regulation lässt sich stärken, indem du gut für deine eigene Regulation sorgst.
Das ist sehr häufig und meist ein gutes Zeichen für eure Bindung: Viele Kinder halten sich draußen zusammen und lassen die aufgestauten Gefühle dort heraus, wo sie sich am sichersten fühlen. Für Eltern ist das trotzdem anstrengend, und es hilft zu verstehen, was diese Wut in dir selbst auslöst.
Nicht, indem du alles perfekt machst, sondern indem du deine eigenen Muster kennenlernst. Viele Bindungserfahrungen werden unbewusst von Generation zu Generation weitergegeben, und der wirksamste Weg, diesen Kreislauf zu unterbrechen, ist, dass du selbst neue Erfahrungen von Sicherheit und Regulation machst, die du dann an dein Kind weitergeben kannst.
Nein, und der Anspruch, perfekt sein zu müssen, macht Elternschaft oft schwerer. Kinder brauchen keine fehlerfreien Eltern, sondern Eltern, die nach einem Konflikt wieder in Verbindung gehen können. Diese Reparatur nach dem Bruch ist für die Bindung wertvoller als der Versuch, jeden Bruch zu vermeiden.
Erschöpfung in der Elternschaft ist sehr verbreitet, gerade wenn Schlafmangel, Mental Load und hohe eigene Ansprüche zusammenkommen. Wenn sie über lange Zeit anhält, ist sie ein Signal deines Nervensystems, dass es dauerhaft über seine Grenzen geht, und das verdient Aufmerksamkeit, für dich und für deine Familie.
Im Elterncoaching arbeite ich ausschließlich mit dir als Mutter oder Vater, an deinen Reaktionen und deiner Geschichte. Erziehungsberatungsstellen bieten kostenlose Beratung zu konkreten Erziehungsfragen, in der Familientherapie werden alle Familienmitglieder, also auch die Kinder, aktiv einbezogen. Die Angebote schließen sich nicht aus.
Nein, ich arbeite mit Erwachsenen, also mit dir als Elternteil. Wenn dein Kind selbst Unterstützung braucht, etwa bei anhaltenden Ängsten oder Auffälligkeiten, sind Kinder- und Jugendpsychotherapeut:innen die richtigen Ansprechpartner:innen, und meine Begleitung kann das für dich als Elternteil sinnvoll ergänzen.
Häufig ja, weil unterschiedliche Vorstellungen von Erziehung, wenig Zeit füreinander und alte Beziehungsmuster in dieser Phase besonders deutlich werden. Oft hilft es schon, wenn ein Elternteil beginnt, die eigenen Reaktionen besser zu verstehen, weil sich damit die ganze Dynamik verändert.
Bindungs- und bedürfnisorientierte Erziehung stellt die sichere Beziehung zwischen Eltern und Kind in den Mittelpunkt und versucht, die Bedürfnisse hinter dem Verhalten des Kindes zu erkennen. Viele Eltern teilen diese Haltung und scheitern im Alltag trotzdem an ihren eigenen Grenzen, und genau dort setzt traumasensibles Elterncoaching an: bei deiner eigenen Regulation.
Über das kostenlose Klarheitsgespräch von 45 Minuten per Zoom oder Telefon. Wir schauen gemeinsam, worum es bei dir eigentlich geht und ob meine Arbeitsweise dazu passt, ganz ohne Verpflichtung.
Fülle bitte zuerst den Fragebogen aus und beschreibe dort kurz dein Anliegen, ich antworte in der Regel innerhalb von zwei bis drei Tagen. Danach vereinbaren wir das Klarheitsgespräch. Alternativ erreichst du mich telefonisch oder per SMS.
In der ersten Sitzung lernen wir uns genauer kennen, du erzählst so viel, wie sich für dich stimmig anfühlt, und wir klären, was dir wichtig ist und woran du arbeiten möchtest. Es gibt nichts, was du vorbereiten oder richtig machen musst.
Eine Sitzung dauert 50 oder 90 Minuten, je nachdem, was wir gemeinsam vereinbaren.
In der Regel wöchentlich oder alle zwei Wochen. Ein regelmäßiger Rhythmus hilft dabei, neue Erfahrungen im Nervensystem zu verankern.
Für eine nachhaltige Veränderung empfehle ich in der Regel mindestens drei bis zehn Sitzungen. Für tiefere Themen arbeite ich in Prozessen über mehrere Monate, und am Ende eines Prozesses klären wir gemeinsam, ob eine Pause folgt, ein neuer Schwerpunkt beginnt oder die Arbeit abgeschlossen ist. Manchmal kann auch ein einziges Gespräch schon klärend sein.
In meiner Praxis in Berlin-Mitte nahe dem Rosenthaler Platz, in meiner Praxis in Eberswalde, fünf Minuten mit dem Bus vom Bahnhof, oder online per Video. Termine vor Ort vereinbaren wir nach Absprache.
Einen Computer, ein Tablet oder ein Smartphone mit stabiler Internetverbindung und einen ruhigen Raum, in dem du ungestört bist.
Ja, online begleite ich Menschen im gesamten deutschsprachigen Raum und darüber hinaus, auf Deutsch oder Englisch, zu denselben Bedingungen.
Ja. Alles, was du mir anvertraust, behandle ich vertraulich, und deine Daten sind nach der Datenschutz-Grundverordnung geschützt.
Ja, wichtig ist, dass du dich sicher fühlst. Für eine Rechnung brauche ich allerdings deinen echten Namen, das klären wir bei Bedarf gemeinsam.
Das darfst und sollst du ansprechen, denn die Beziehung ist ein wichtiger Teil der Arbeit. Oft ist genau so ein Gespräch wertvoll, und wenn es wirklich nicht passt, ist es völlig in Ordnung, die Begleitung zu beenden.
Ja. Du bestimmst selbst, ob und wie lange wir zusammenarbeiten.
Ja, in Absprache mit deinen behandelnden Therapeut:innen ist das möglich und ergänzt sich oft gut.
Bei akuten psychischen Krisen, Suizidgedanken oder schweren psychiatrischen Erkrankungen sind approbierte Therapeut:innen und Ärzt:innen die richtigen Erstkontakte, weil dort medizinische Diagnostik und, falls nötig, eine medikamentöse Behandlung möglich sind. Läuft eine solche Behandlung bereits, kann meine Begleitung in Absprache sinnvoll parallel verlaufen.
Nein. Meine Begleitung ersetzt keine psychiatrische, psychotherapeutische oder ärztliche Behandlung, wo diese angezeigt ist, kann sie aber sinnvoll ergänzen.
Die therapeutischen Ansätze, die meine Arbeit prägen
Meine Arbeit ist primär von NARM® getragen und unterfüttert von körperorientierten, tiefenpsychologischen und humanistischen Ansätzen. Simon Karim, Heilpraktiker für Psychotherapie und NARM®-Therapeut, verbindet diese Ansätze zu einer ressourcenorientierten, traumasensiblen Haltung statt zu einem festen Methodenkatalog.
Eine Sitzung bei mir beginnt sehr häufig mit einer Reise ins eigene Fühlen, eine Erfahrung, die lehrreich und intensiv sein kann. Gleichzeitig ist es in einer körperorientierten Sitzung von großer Bedeutung, dass der Therapeut über einen reichen Erfahrungsschatz verfügt, den er dir zur Verfügung stellt. Du profitierst also von meinem eigenen Körperbewusstsein, um deine eigenen Schritte zur Veränderung machen zu können. Vor diesem Hintergrund möchte ich die Ansätze beschreiben, die meine Arbeit geprägt haben und nach wie vor prägen.
Mein wichtigstes Werkzeug ist NARM®, das NeuroAffective Relational Model nach Dr. Laurence Heller. NARM® schaut nicht darauf, was an dir falsch sein soll, sondern auf die adaptiven Überlebensstrategien, die aus Entwicklungs- und Bindungstrauma entstanden sind und dich einst geschützt haben. Wir arbeiten dabei ressourcenorientiert und nicht regressiv, im gegenwärtigen Kontakt, statt die Vergangenheit ausführlich zu durchleuchten.
Diese Ansätze gehen davon aus, dass sich seelisches Erleben nicht nur im Denken, sondern auch im Körper zeigt, in Haltung, Atmung und Anspannung, und dass genau dort ein Zugang zu tiefer liegenden Themen entsteht.
Reich ging davon aus, dass sich seelische Abwehr nicht nur im Verhalten, sondern auch in Haltung, Atmung und Muskeltonus zeigt, gewissermaßen als ein Panzer, der einst geschützt hat und heute oft im Weg steht. Dieses analytische Verständnis fließt in meine Arbeit ein, wenn wir gemeinsam wahrnehmen, wie sich ein Thema körperlich zeigt, ohne dass dabei aktive Körperübungen oder Berührung Teil der Methode sind.
Atemtechniken wie die Schmelzatmung helfen dabei, die Körperwahrnehmung zu vertiefen und emotionale Ausdrucksweisen zugänglicher zu machen. Der Körper wird so zu einem Schlüssel für Gefühle, die sich in Worten allein manchmal schwer fassen lassen.
Innere Spannungen entstehen oft zwischen widersprüchlichen Anteilen in uns, etwa zwischen dem Teil, der Nähe sucht, und dem Teil, der sie fürchtet. Im Dialog zwischen diesen Anteilen wird beides hörbar, und daraus kann sich mehr innere Ausgeglichenheit entwickeln.
Ein Teil meiner Arbeit ist tiefenpsychologisch fundiert und geht davon aus, dass unbewusste Muster aus frühen Beziehungserfahrungen unser Erleben bis heute mitbestimmen.
Ihre Arbeit hat sich mit Neurosen und menschlichem Wachstum befasst und zeigt, dass das Bewusstwerden der eigenen inneren Entfremdung, also der Distanz zum eigenen wahren Selbst, ein erster Schritt zu mehr Gesundheit ist.
Mit ihrem Ansatz geht es um das Aufdecken einengender Glaubens- und Grundüberzeugungen, die unsere Weltsicht prägen. Auch die Körperhaltung spiegelt diese Überzeugungen oft wider, und durch ihre Veränderung kann sich auch die Sicht auf die Welt neu ausrichten.
Dieser tiefenpsychologisch, existenziell orientierte Ansatz ermöglicht die Arbeit mit existenziellen Themen wie Freiheit, Isolation und Vergänglichkeit. Indem wir innere Leere oder die Angst vor dem Alleinsein annehmen, statt sie zu verdrängen, kann daraus tieferer Frieden und innere Stärke entstehen.
Hier liegt der Fokus darauf, dich in deiner Ganzheit zu sehen, mit all deinen Fähigkeiten und deinem Potenzial, nicht nur mit dem, was gerade schwierig ist.
Empathie, Authentizität und unbedingte Wertschätzung stehen hier im Mittelpunkt. Es geht darum, dich zu verstehen und dir dabei zu helfen, dein volles Potenzial zu entfalten. Echtheit und der bewusste Wunsch, wirklich zu verstehen, sind dabei essenziell für tiefes therapeutisches Wachstum.
Im Zentrum steht der Kontakt im Hier und Jetzt, also die Frage, was gerade zwischen uns lebendig ist, statt vor allem über Vergangenes zu sprechen. Unerledigtes, also Gefühle oder Situationen, die innerlich nie abgeschlossen wurden, bekommt dabei Raum, um doch noch zu Ende erlebt zu werden.
Geführte Trancen nach Milton H. Erickson können helfen, eigene Ressourcen leichter zugänglich zu machen oder eine neue Perspektive auf ein festgefahrenes Thema zu gewinnen, indem sie einen Zugang zu tieferen Schichten des Erlebens öffnen. Auch Elemente aus dem NLP setze ich gelegentlich ein. Beides spielt in meiner Arbeit eine ergänzende, keine zentrale Rolle und kommt punktuell dort zum Einsatz, wo es zu dir und deinem Thema passt.
Transgenerationales und kollektives Trauma nach Thomas Hübl, Arbeit zur Projektionsauflösung nach Norbert Gopal Klein, Radical Honesty nach Brad Blanton, Das spirituelle Enneagramm nach Eli Jaxon Bear und Christian Meyer, Das Konzept der liebevollen Selbstbeachtung nach Brigitte Koch Kerstin, Traumdeutung nach C.G. Jung, Psychodynamik im Narzismus nach Otto F. Kernberg.
Diese Ansätze stehen in meiner Arbeit nicht nebeneinander wie einzelne Werkzeuge, sondern sind zu einer Haltung verschmolzen: tiefenpsychologisch fundiert, klientenzentriert, ressourcenorientiert, körperorientiert und primär von NARM® getragen. Welche Ebene in einer Sitzung im Vordergrund steht, dein Denken, dein Körper oder das, was sich zwischen uns im Kontakt zeigt, ergibt sich aus dem, was gerade da ist, nicht aus einem festen Ablaufplan.
Klarheitsgespräch hier planen45 Minuten · per Zoom oder Telefon
Diese Begleitung ersetzt keine psychiatrische oder ärztliche Behandlung, wo diese angezeigt ist. Bei akuten schweren Erkrankungen oder bei schweren Diagnosen,
sind approbierte Therapeut:innen und Ärzt:innen oder psychologische Krankenhäuser die richtige Anlaufstelle. Wenn eine solche Behandlung bereits läuft, kann meine Begleitung in Absprache durchaus sinnvoll parallel verlaufen.
Wenn es dir gerade akut sehr schlecht geht oder du an Suizid denkst, wende dich bitte sofort an Hilfe, die rund um die Uhr erreichbar ist: den Notruf unter 112, den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 oder die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111, kostenlos und anonym. Meine Begleitung ist für solche Momente nicht der richtige erste Schritt, und du musst damit nicht allein bleiben.
NARM®-Begleitung in Berlin — körperorientierte Einzelarbeit in der Praxis Berlin-Mitte
NARM®-Begleitung in Eberswalde — Einzelarbeit in der Praxis Eberswalde
Traumasensibles Coaching online — ortsunabhängige Begleitung per Video
Psychologische Beratung in Eberswalde — ohne Diagnose, ohne Wartezeit
Ganzheitliche Körperpsychotherapie in Berlin und in Eberswalde — somatisch fundierte Einzelarbeit
Wissen — Artikel zu Entwicklungstrauma, Nervensystem und Bindung
Häufige Fragen — Antworten zu psychologischer Beratung, Ablauf und Rahmen
Simon Karim
Traumasensible Begleitung
info[at]simonkarim.de
Lass uns in Kontakt bleiben:
Facebook
Instagram
Linkedin
